EuroWire , GENF: Das Weltwirtschaftsforum (WEF) gab bekannt, dass ein neuer Bericht zeigt, wie die Weltwirtschaft durch die beschleunigte Einführung künstlicher Intelligenz umgestaltet wird. Technologie, Verschuldung, demografischer Wandel und Umweltbelastungen verändern gemeinsam die Bedingungen für langfristiges Wachstum. Der Bericht mit dem Titel „Wachstum in der neuen Wirtschaft: Auf dem Weg zu einem Fahrplan“ basiert auf zweijährigen Konsultationen mit Wirtschaftsführern, politischen Entscheidungsträgern und Experten und nutzt Ergebnisse der Executive Opinion Survey 2025. Laut WEF identifiziert die Analyse Produktivität, Humankapital und Resilienz als zentrale Wachstumsfaktoren in einem stärker technologiegetriebenen Zeitalter.

Der Bericht stellt fest, dass Fortschritte in der künstlichen Intelligenz die Wertschöpfung branchenübergreifend verändern, während der Wettbewerb zwischen Großmächten, hohe Verschuldung und Bevölkerungsverschiebungen die wirtschaftlichen Aussichten zusätzlich verkomplizieren. Regierungen und Unternehmen agieren demnach in einem Umfeld, in dem traditionelle Wachstumsmodelle unter Druck geraten und neue Gewinne voraussichtlich stärker von Wissen, Fähigkeiten und digitalen Kompetenzen abhängen werden. Die Ergebnisse positionieren die KI-Einführung als prägendes Merkmal der nächsten Wirtschaftsphase und nicht als eigenständigen Technologietrend.
Das Weltwirtschaftsforum (WEF) erklärte, der Plan basiere auf dem Dialog mit fast 200 Führungskräften und Experten und beziehe die Antworten von über 11.000 Managern aus 118 Ländern mit ein. Der Bericht hebe mehrere Sektoren hervor, denen künftig eine wachsende Bedeutung für das Wachstum zugeschrieben werde, darunter IT-Dienstleistungen, Hightech-Fertigung, Gesundheitswesen und Freizeit. Gleichzeitig nenne der Bericht Energiekosten und politische Instabilität als wesentliche Hemmnisse für die Wirtschaftstätigkeit, Investitionsentscheidungen und die Fähigkeit der Volkswirtschaften, langfristig eine höhere Wirtschaftsleistung zu erzielen.
Investitions- und Produktivitätsdruck
Der Bericht besagt, dass die neue Wirtschaft engere Verknüpfungen zwischen Investitionen , Innovation und Personalentwicklung erfordert, da KI-Systeme in den Geschäftsbetrieb immer weiter verbreitet werden. Produktivitätssteigerungen hängen demnach nicht allein von der Technologie ab, sondern erfordern Institutionen, Infrastruktur und Ausbildungssysteme, die es Unternehmen und Arbeitnehmern ermöglichen, sich anzupassen. Das WEF erklärte außerdem, dass die höhere Verschuldung in vielen Volkswirtschaften die politische Handlungsfreiheit einschränkt und es Regierungen erschwert, auf Krisen zu reagieren und gleichzeitig langfristige Prioritäten im Zusammenhang mit Modernisierung und Wettbewerbsfähigkeit zu finanzieren.
Der breitere institutionelle Rahmen deutet in eine ähnliche Richtung. Andere aktuelle globale Studien haben ergeben, dass künstliche Intelligenz (KI) den Wandel auf den Arbeitsmärkten und in Geschäftsmodellen beschleunigt und gleichzeitig den Druck auf Arbeitnehmer erhöht, ihre Kenntnisse schneller zu aktualisieren. Diese Studien zeigen auch, dass der KI-Einsatz branchen- und länderübergreifend ungleichmäßig ist. Dies legt nahe, dass die mit der Einführung verbundenen wirtschaftlichen Vorteile zum Teil davon abhängen, ob es auch Unternehmen jenseits der größten und digital fortschrittlichsten Konzerne gelingt, die Technologie in großem Umfang in Produktion, Dienstleistungen und Entscheidungsprozesse zu integrieren.
WEF-Sektoren werden voraussichtlich das Wachstum vorantreiben
Der Bericht identifizierte die Sektoren mit dem größten Wachstumspotenzial und hob IT-Dienstleistungen, die fortgeschrittene Fertigung, das Gesundheitswesen und den Freizeitsektor hervor. Diese Bereiche könnten von veränderten Nachfragemustern und dem verstärkten Einsatz digitaler Werkzeuge profitieren. Laut Bericht befinden sich diese Branchen an der Schnittstelle von Technologie, Verbrauchernachfrage und Strukturwandel und sind daher für die nächste Phase der Wirtschaftsentwicklung von entscheidender Bedeutung. Das Weltwirtschaftsforum (WEF) erklärte, die Herausforderung für die Politik bestehe darin, Wachstum zu fördern und gleichzeitig die Zielkonflikte im Zusammenhang mit Bezahlbarkeit, Arbeitsmarktveränderungen, öffentlichen Finanzen und Energiesicherheit zu bewältigen.
Die Ergebnisse ordnen die jüngste Studie des WEF in eine breitere Debatte darüber ein, wie Volkswirtschaften in einer Zeit rasanten technologischen Wandels und zunehmender struktureller Herausforderungen ihr Wachstum aufrechterhalten können. Indem künstliche Intelligenz als eine von mehreren Triebkräften eines umfassenderen wirtschaftlichen Neuanfangs dargestellt wird, zeichnet der Bericht ein Bild, in dem Produktivität, Qualifikationen und Resilienz eine größere Bedeutung für die Ergebnisse haben. Er betont, dass die Entscheidungen von Regierungen, Unternehmen und Institutionen maßgeblich darüber entscheiden, wie effektiv sich Volkswirtschaften an dieses veränderte Umfeld anpassen.
Der Beitrag WEF verknüpft KI-Einführung mit der nächsten Phase des globalen Wachstums erschien zuerst auf British Messenger .
